1. Definition Leder
Leder ist eine durch Gerbung haltbar gemachte Haut beziehungsweise Hautschicht. Durch den Gerbprozess wird aus der Rohhaut ein langlebiger, formstabiler und vielseitig verarbeitbarer Werkstoff.
1.2. Unterteilung der Haut
Eine ganze Lederhaut ist in unterschiedliche Bereiche unterteilt. Diese Zonen unterscheiden sich deutlich in Struktur, Qualität und Preis:
- Hals
- Croupon
- Flanke
- Culatte
- Rinderhälfte
Je nach Einsatzbereich wird deshalb sehr gezielt ausgewählt, aus welchem Bereich ein Zuschnitt erfolgen soll.
1.3. Dichte und Stärke
Die Dichte und Stärke der Haut hängt unter anderem vom Gewicht des Rindes ab. Typische Stärken liegen ungefähr zwischen 3,0 und 6,0 mm. Auch dadurch entstehen Qualitäts- und Preisunterschiede zwischen den einzelnen Häuten.
1.4. Die Qualität
Die Qualität einer Tierhaut ist abhängig von Herkunft, Lebensweise, Ernährung, Geschlecht, Gattung und Alter des Tieres. Diese Faktoren prägen Faserstruktur, Narbenbild und Belastbarkeit des späteren Leders.
1.5. Die Konservierung
Konservierung schützt die Haut vor Bakterien und Fäulnis. Bei Rohhäuten kommen dafür vor allem Trocknung, Stapelsalzung oder Salzlakenbehandlung zum Einsatz. Diese Verfahren machen die Haut transportfähig, bevor sie in der Gerbung unter kontrollierten und gesetzlich geregelten Bedingungen weiterverarbeitet wird.
1.6. Hautfehler
Die Qualität der Tierhaut kann durch natürliche und mechanische Einflüsse herabgesetzt werden. Typische Fehlerbilder sind:
- Wald-, Dorn- und Stacheldrahtrisse
- Hornrisse
- Striegelrisse
- Dasselschäden
Diese Merkmale werden bei der Sortierung berücksichtigt und beeinflussen die spätere Verwendung und den Preis.